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Veranstaltungshöhepunkte


Gleimhaus. Museum der deutschen Aufklärung. Halberstadt



Neues Leben für alte Bücher 2.0. Restaurierungspatenschaften im Gleimhaus.
(19.3. - 26.4.2026)


Am 19.03.2015 um 15.00 Uhr eröffnet im Gleimhaus die Kabinett-Ausstellung 

Bereits 2015 wurden erstmals Buchpaten-Objekte gezeigt, nun soll alles seitdem Restaurierte gezeigt werden. Die Ausstellung, die bis zum 26. April zu sehen sein wird, soll die bisherigen Buchpaten und ihr Engagement um die historischen Bücher auf diese Weise würdigen, aber auch für die Übernahme weiterer Buchpatenschaften werben.
Seit vielen Jahren gibt es im Gleimhaus das Buchpaten-Programm, mit dessen Hilfe stark geschädigte Bücher durch Übernahme einer Patenschaft wieder nutzbar gemacht werden sollen. Die meisten dieser potentiellen „Patenkinder“ stammen aus dem Bestand der so genannten „Beutebücher“, Bücher, die nach dem 2. Weltkrieg von der Roten Armee beschlagnahmt und abtransportiert wurden und Ende der 90-er Jahre ins Gleimhaus zurückkehrten. Diese Bücher weisen meist starke Schäden auf, die eine Nutzung unmöglich machen. Doch auch andere, durch unterschiedliche Einflüsse geschädigte Bücher, warten auf einen Paten. 

Alle bisherigen Buchpaten und interessierte Gäste sind herzlich zur Eröffnung willkommen. Ebenso werden die im Buchpaten-Programm tätigen Restauratorinnen dabei sein, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.


Teestunde bei Gleim: Johann Daniel Falk. Vom Spötter zum Waisenvater
19.2.2026, 15.00 Uhr

Eine Persönlichkeit mit Widersprüchen ist Thema der „Teestunde bei Gleim“ am 19. Februar, um 15 Uhr im Gleimhaus vor. Johannes Falk hat in seinem Leben einen radikalen Wandel vollzogen. Nach abgebrochenem Theologiestudium verdiente er seinen Lebensunterhalt zunächst als satirischer Schriftsteller und geriet dadurch mit vielen Zeitgenossen in Streit. Unter dem Eindruck der sozialen Not in den Jahren der Befreiungskriege gab er 1813 die Schriftstellerei auf und widmete sich stattdessen den verwahrlosten und elternlosen Kindern. Viele nahm er in der eigenen Wohnung auf. Als diese zu klein wurde, erwarb er einen verfallenen Hof und richtete diesen für die Bedürfnisse der wachsenden Zahl von Pfleglingen her. Damit schuf er ein erstes sogenanntes ‚Rettungshaus‘, in dessen Tradition beispielsweise auch das Rauhe Haus in Halberstadt steht. Im Gedächtnis der Nachwelt ist Falk auch als Autor des Liedes „O Du Fröhliche“ geblieben. Aus Anlass seines 200. Todestages stellt Reimar Lacher den Dichter-Pädagogen vor, der auch mit Gleim in Verbindung stand und von diesem wegen seiner Spottsucht gerügt wurde.

Der Eintritt ist frei.

Winckelmann-Museum Stendal

Kostbare Miniaturen. Kunst des Steinschneidens in acht Jahrtausenden.

Aus der Sammlung Werner Daum.
Eine Ausstellung im Winckelmann-Museum Stendal (1. Februar bis 19. April 2026)

Es ist eine kleine Sensation: Das Winckelmann-Museum präsentiert in einer neuen Sonderausstellung erlesene Werke der Steinschneidekunst aus insgesamt 8 Jahrtausenden. Die Miniaturen – insbesondere hochwertige Gemmen, Kameen und Siegel – fiel der Winckelmann-Gesellschaft im letzten Jahr quasi über Nacht von dem Sammler Dr. Werner Daum als Erbschaft zu. Der Berliner Diplomat, Jurist und ausgewiesene Kunstkenner verstarb plötzlich während eines Aufenthaltes in Albanien im Juli 2025. Sein gesamtes Vermögen konsequent für die Sammlung umsetzend, hatte Daum im Lauf seines Lebens ca. 1600 Kunstgegenstände, zu denen u.a. auch Porzellan, Skulpturen und Gemälde zählen, zusammengetragen.

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Bachhaus Eisenach

 

Sonderausstellung: „Bach & Friends“

4. Juli 2025 bis 28. Februar 2026.

Sie erzählt die Biographie Bachs anhand von 66 Kupferstich-Porträts. Seltene und teils noch nie in Eisenach gezeigte Stücke aus der Sammlung ergänzen die Ausstellung.
Bei der neuen Sonderausstellung im Bachhaus handelt es sich um eine Reprise der bereits 2013 gezeigten Schau, die nun um neue Ausstellungsstücke angereichert wurde. So kann von der sächsischen Königin Maria Josepha jetzt ein riesiger Porträt-Kupferstich gezeigt werden – die Königin inspirierte Bach zur Komposition des „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Weihnachtsoratorium. Von Bachs gleichnamigen Enkel, dem Maler Johann Sebastian Bach d. J., wird eine Zeichnung der Insel Tahiti aus dem Jahr 1775 gezeigt, die das Bachhaus 2020 erworben hatte und die bislang nur auf externen Ausstellungen gezeigt wurde. Nach über 50 Jahren ist wieder das Schulheft von Bachs Sohn Wilhelm Friedemann aus dem Jahr 1725 im Haus zu sehen, mit Kritzeleien und Karikaturen sowie handschriftlichen Einträgen seiner Stiefmutter Anna Magdalena. Ebenso lange wurde die Handschrift der „Aria Eberliniana“ nicht mehr ausgestellt: Sie stammt von Bachs ältestem Bruder Johann Christoph Bach und ist eine Komposition des gleichnamigen Eisenacher Großonkels, der Organist an der Georgenkirche war. Noch nie öffentlich gezeigt wurde das originale Titelblatt zu einer Neujahrskantate, die Bach 1723 in Köthen für Fürst Leopold und seine neue Gemahlin Friederica Henrietta komponierte und das nun unter den Porträts der beiden zu sehen ist.
„Das Bachhaus besitzt seltene und teils einmalige Objekte, die sich aus konservatorischen Gründen nicht für die Dauerausstellung eignen – eine bachbiographische Sonderausstellung gibt Gelegenheit, sie einmal für einen begrenzten Zeitraum in Eisenach öffentlich zu zeigen“, rechtfertigt Bachhaus-Direktor Jörg Hansen die diesjährige Schau. Sie tritt an die Stelle der ursprünglich angekündigten Ausstellung zum 150. Geburtstag des Bach-Biographen Albert Schweitzer, die aufgrund stark eingeschränkter Haushaltsmittel des Bachhauses abgesagt werden musste. Die Persönlichkeit Schweitzers soll aber noch im Jubiläumsjahr mit einer Ergänzung der Dauerausstellung gewürdigt werden, verspricht Hansen.

Täglich 10-18 Uhr. Bachhaus Eisenach, Frauenplan 21, 99817 Eisenach.

 

 

Reckahner Museen und Rochow Kulturensemble

Ab dem 1. März öffnen die Reckahner Museen wieder ihre Türen.

Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen eines besonderen Jubliäums: Vor 250 Jahren veröffentlichte Friedrich Eberhard von Rochow den ersten Teil seines auch international vielbeachteten Lesebuchs “Der Kinderfreund”. Dieses Jubiläumsjahr begeht das Rochow Kulturensemble mit verschiedenen Veranstaltungen, die den “Kinderfreund” in den Fockus rücken - unter anderem durch eine wissenschaftliche Tagung, eine Kreativwettbewerb sowie eine kleine Sonderausstellung.

Sonntag, 8. März 2026, 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Saal Rochow-Museum

Frauen in der Aufklärung im Schloß Reckahn - Geschichten, Musik und Begegnung

Sonntag, 8. März 2026, 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Saal Rochow-Museum

Eröffnungskonzert der Havelländischen Musikfestspiele Ludwig van Beethoven: Violinsonaten - Teil I