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Veranstaltungshöhepunkte

Mendelssohn-Haus Leipzig

2024: 

Felix im Frühling, Konzertwochenende im Mendelssohn-Haus Leipzig, 25. und 26. Mai 2024
Leipziger Klaviersommer, 4., 11., 18. und 25. August, jeweils 11 Uhr
Mendelssohn-Festtage: 28. Oktober bis 4. November 2024

2025: 

Felix im Frühling, Konzertwochenende im Mendelssohn-Haus Leipzig, 24. und 25. Mai 2025
Leipziger Klaviersommer, 3., 10., 17., 24. und 31. August, jeweils 11 Uhr
Mendelssohn-Festtage: 31. Oktober bis 4. November 2025


Winckelmann-Museum Stendal

Antike auf die Schippe genommen. Karikaturen von Honoré Daumier (1808-1879)
 
(16.12.2023-03.03.2024) 

Honoré Daumier war einer der bedeutendsten Karikaturisten des 19. Jahrhunderts. 1841-1843 schuf er in Paris die „Histoire ancienne“ („Antike Geschichte“), eine Serie von Karikaturen, in denen er Szenen aus der griechischen und römischen Mythologie und Geschichte ironisch mit der spießigen Welt seiner Zeitgenossen vermixte. Die schönen antiken Helden werden ins Lächerliche gezogen, haben dümmliche Gesichter, dickleibige oder abgemagerte Körper, harren in albernen überzogenen Posen. Viele von ihnen tragen zeitgenössische Gegenstände oder weisen Porträtzüge auf. Sie verkörpern zugleich also auch Daumiers Zeitgenossen, ein profitgieriges und selbstherrliches Bürgertum, deren Schwächen und Laster der Karikaturist genüsslich aufs Korn nimmt. Auch die Politiker kommen nicht zu kurz: In seinen “Parlamentarischen Idyllen“ gibt er Politiker und Journalisten ebenfalls der Lächerlichkeit preisgibt.  

Leihgeber sind die Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz, das Wilhelm-Busch-Museum für Karikatur und Zeichenkunst Hannover, die Kunstsammlungen Chemnitz und die Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin.

Play it again – Vom Spielbilderbuch zum Videospiel
(10.12.2023–25.02.2024)

Wie viel Buch steckt im Videos in der Kleinen Galerie)piel? Und spielen wir mit Büchern genauso wie mit Games? Die Sonderausstellung „Play it Again – Vom Spielbilderbuch zum Videospiel“ gibt Einblicke in die letzten 200 Jahre ‚westlicher‘ Spielkultur und stellt neue Beziehungen her zwischen Papier und Pixel, Buchmechanik und Spielmechanik. Ausgehend von Spielbilderbüchern, die um 1800 in den Kinderstuben bürgerlicher Familien mit vielen Mechaniken zum Klappen, Drehen, Ziehen oder Aufstellen aufkommen, fragt die Ausstellung nach Gemeinsamkeiten zwischen Büchern und Videospielen und setzt einen Impuls, über die mediengeschichtliche Verwandtschaft derselben nachzudenken.  

Gezeigt werden Leihgaben aus der Staatsbibliothek zu Berlin.

 


Gleimhaus. Museum der deutschen Aufklärung

"Leseland DDR"

Vom 22.09.2023 bis zum 28.01.2024

Diese, von der Bundesstiftung Aufarbeitung herausgegebene Schau mit 26 Ausstellungstafeln, lädt „mit Texten, Bildern und Videos (per QR-Code abrufbar) zu einer anschaulichen Zeitreise durch das „Leseland DDR“ ein. Ein Land, dessen Obrigkeit an die Macht des geschriebenen Wortes glaubte und es zugleich fürchtete. Wo das Lesen und Schreiben mit großem Aufwand gefördert wurde, während politisch unerwünschte Literatur in Bibliotheken nur mit einem Giftschein zugänglich war und Post und Reisende aus dem Westen nach Gedrucktem gefilzt wurden.

„Leseland DDR“ erzählt vom Eigensinn der Menschen, die sich ihre Lektüre nicht vorschreiben lassen wollten, die für rare Bücher Schlange standen und auf der Leipziger Buchmesse so manchen begehrten Titel westdeutscher Verlage heimlich in die Tasche steckten. Die Tafeln der Ausstellung führen aber auch in die Welt der Krimis, Märchen und Science-Fiction ein, sie berichten von der Literatur aus der Sowjetunion, den schreibenden Arbeitern des sozialistischen Realismus und sie lassen in alte Kochbücher blicken. Die Schau wirft Schlaglichter auf die grenzüberschreitende Kraft, die die deutsch-deutschen Schriftstellerkontakte, das Radio und Fernsehen aber auch die Bücher entfalteten, die Weltreisen über die Mauern des Landes hinweg ermöglichten. Mit den Schriftstellern in der Friedlichen Revolution und der DDR als Thema in der Gegenwartsliteratur endet die Zeitreise.“ Quelle: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/ausstellungen/leseland-ddr

Vorschau:

Do., 18.01.2024, 15.00 Uhr: Literaturgespräch bei Gleim: Schreibende Frauen in der DDR: Eva Strittmatter, Maxie Wander und Brigitte Reimann
Am Donnerstag, den 18. 01.24 um 15 Uhr, geht es im Gleimhaus beim Literaturgespräch um schreibende Frauen in der DDR. Anlass ist die noch bis zum 28. Januar 2024 gezeigte Sonderausstellung „Leseland DDR“. Die Literaturgespräch-Moderatorin Renate Petrahn stellt Brigitte Reimann vor. Annegret Loose und Susanne Wiermann, die beiden Kuratorinnen der aktuellen Sonderausstellung, widmen sich Eva Strittmatter und Maxie Wander. Biografie, Wirkung und das Werk der drei Autorinnen werden jeweils beleuchtet. Kaffee und Gebäck werden gereicht.

Sa., 27.01.2024, 15.00 Uhr: Ja, Andrei Iwanowitsch. Film über ein Leben. Film und Gespräch mit dem Protagonisten
Andrei Iwanowitsch lebt in Minsk. Er ist 97 Jahre alt. Er überlebte 1943-1945 Zwangsarbeit in Leipzig und Haft im Konzentrationslager Buchenwald. Der Film zeigt, dass ihm sein tragisches Schicksal nicht die Würde und Lebensfreude nehmen konnte und er sich und seinen Glauben an das Gute in der Welt niemals aufgegeben hat.
Im Anschluss können die Gäste mit Andrei Iwanowitsch und Filmemacher Hannes Farlock ins Gespräch kommen. Filmüberragung und Zoom


Bachhaus Eisenach

Ab dem 1. Juli eine Kabinett-Ausstellung:

Das Alte Testament der Klavierspieler

Dem 300-jährigen Jubiläum von Bachs Wohltemperiertem Klavier widmet das Bachhaus Eisenach ab dem 1. Juli 2022 eine Kabinett-Ausstellung.

„Verfertiget von Johann Sebastian Bach [...] Anno 1722“, steht unter Bachs wohl bedeutendstem Werk. Das „Wohltemperierte Clavier“ feiert in diesem Jahr sein 300-jähriges Jubiläum.

Strenggenommen gilt das nur für seinen ersten Teil, denn 20 Jahre später verfasste Bach noch einen zweiten, der noch einmal 48 Präludien und Fugen in allen 24 Dur- und Moll-Tonarten enthielt. Begonnen haben soll Bach das Werk, glaubt man dem Bericht des Musiklexikographen Ernst Ludwig Gerber, „an einem Orte, wo ihm Unmuth, lange Weile und Mangel an jeder Art von musikalischen Instrumenten diesen Zeitvertreib abnöthigte“. Dafür kommt am ehesten eine Zeit in Bachs Leben in Betracht: Bachs vierwöchiger Arrest in einer Weimarer Gefängniszelle.

Zunächst als Unterrichtsmaterial gedacht, verbreitete es sich nach Bachs Tod durch zahlreiche Abschriften. 1801 lieferten sich drei Verlage einen regelrechten Wettlauf um den Erstdruck. Komponisten der Klassik und Romantik wie Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Liszt und Chopin studierten es in ihrer Jugend, griffen Bachs Ideen in eigenen Werken auf und verwendeten es ihrerseits wieder bei ihren Schülern. Der Pianist und Komponist Hans von Bülow nannte es gar „das Alte Testament des Klavierspielers“. Keine Komposition dürfte die heutige abendländische Vorstellung von der Zahl und Geschlossenheit der Tonarten so sehr beeinflusst haben, wie dieses Werk, meint der Direktor des Bachhauses, Jörg Hansen.

In der zweiteiligen Ausstellung im Bachhaus geht es zunächst um das Problem der Stimmung, denn auf den Tasteninstrumenten der Bach-Zeit waren gewöhnlich – das heißt in der damals üblichen mitteltönigen Stimmung – nur 14 Tonarten halbwegs spielbar. Alle anderen klangen schief. 1691 waren aber durch den erst Quedlinburger, dann Halberstädter Organisten Andreas Werckmeister neue Stimmungen vorgeschlagen worden, die dieser „wohltemperiert“ nannte, und in denen alle Tonarten spielbar waren. Die Idee, für alle Tonarten zu komponieren, war somit nicht ganz neu, doch erst Bach lieferte einen Satz brillanter Kompositionen für alle Tonarten, die dieser Idee zum Durchbruch verhalf. Diesen Kompositionen widmet sich der zweite, in Anspielung an Gerbers Bericht zellenartig eingerichtete Raum der Ausstellung, in der alle 24 Präludien sowie mehrere Fugen des ersten Teils in Referenzeinspielungen angehört werden können.


Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum Schloss Oberwiederstedt

Einweihung: „Gepflanzt, gepflückt, verzückt“ – Ein blauer Blumenstrauß für Novalis

Ein Initiativprojekt der Kunststiftung Sachsen-Anhalt für den Schlosspark Oberwiederstedt

Im Schlosspark des Novalis-Museums in Oberwiederstedt wird es bald wieder blau leuchten: zum einen im Garten mit den blauen Blumen. Zum anderen aber werden ab Mitte Mai mehrere Keramikobjekte in Form von Samenkörnern blau blühender Blumen zu sehen sein. Zwischen 60 und 80 Zentimetern groß sind sie, in kleinerer Ausführung werden sie auch im Museumsshop zum Verkauf stehen. Gefertigt hat die vorwiegend blau glasierten Tonobjekte die Hallenserin Julia Rückert und damit den Wettbewerb „Einheit mit der Natur. Eine Installation für den Geburtsort des Novalis“ gewonnen. Ausgeschrieben hatte ihn die Kunststiftung Sachsen-Anhalt anlässlich des 250. Geburtstages des Georg Philipp Friedrich von Hardenberg alias Novalis.

Das Projekt der Keramikerin widmet sich ganz dem Thema „Blaue Blume“, dem Sehnsuchtsmotiv der Romantik schlechthin. Julia Rückert hatte die Idee, diese Pflanzen auch in Gegenden erblühen zu lassen, die Novalis in seinem kurzen Leben nie bereist hat – 5000 Tütchen mit Samenkörnern sollen dafür an die Museumsbesucher verteilt und an anderen Orten ausgesät werden. Fotos der sodann erblühten Blumen – darunter Wiesensalbei, Kornblumen und der Gemeine Feldrittersporn – können auf einer Internetseite hochgeladen und auf einer interaktiven Karte markiert werden. So wird ein blaues Blumenmeer weit über die Grenzen Oberwiederstedts hinaus entstehen – ein Geburtstagsblumenstrauß.

Auf dem Familiengut Oberwiederstedt im Harz wurde Novalis am 2. Mai 1772 geboren, hier verbrachte er seine Kindheit. Im Familienschloss sind heute das Novalis-Museum und die Forschungsstätte zur Frühromantik untergebracht. Zum denkmalgeschützten Ensemble aus dem Novalis-Schloss und der ehemaligen Klosterkirche der Dominikanerinnen gehören der Schlosspark mit der Lindenallee, ein Märchenrosengarten, die benachbarten Wirtschaftsgebäude, ein unterirdischer Bergbaustollen des Mansfelder Kupferschiefers sowie der ehemalige Klostergarten mit Streuobstwiese.

Gepflanzt, gepflückt, verzückt – Skulpturen von Julia Rückert im Schlosspark Oberwiederstedt

Der Park ist rund um die Uhr geöffnet.