Bereits 2015 wurden erstmals Buchpaten-Objekte gezeigt, nun soll alles seitdem Restaurierte gezeigt werden. Die Ausstellung, die bis zum 26. April zu sehen sein wird, soll die bisherigen Buchpaten und ihr Engagement um die historischen Bücher auf diese Weise würdigen, aber auch für die Übernahme weiterer Buchpatenschaften werben.
Seit vielen Jahren gibt es im Gleimhaus das Buchpaten-Programm, mit dessen Hilfe stark geschädigte Bücher durch Übernahme einer Patenschaft wieder nutzbar gemacht werden sollen. Die meisten dieser potentiellen „Patenkinder“ stammen aus dem Bestand der so genannten „Beutebücher“, Bücher, die nach dem 2. Weltkrieg von der Roten Armee beschlagnahmt und abtransportiert wurden und Ende der 90-er Jahre ins Gleimhaus zurückkehrten. Diese Bücher weisen meist starke Schäden auf, die eine Nutzung unmöglich machen. Doch auch andere, durch unterschiedliche Einflüsse geschädigte Bücher, warten auf einen Paten.
Begleitprogramm zur Ausstellung:
Do., 16. April 2026, 15.00 Uhr
Teestunde bei Gleim: Schmuckelemente am Buch
Gemeinsam werfen Annegret Loose, Bibliothekarin und Stefanie Volmer, Restauratorin mit Ihnen einen Blick auf die Gestaltungselemente am Buch.
Tauchen Sie ein in die Welt von Kapitalen, Steh- und Innenkantenvergoldungen, punzierten Buchschnitten, Prägungen und die vielfältigen Möglichkeiten ein Buch zu schmücken.
Kostbare Miniaturen. Kunst des Steinschneidens in acht Jahrtausenden.
Aus der Sammlung Werner Daum.
Eine Ausstellung im Winckelmann-Museum Stendal (1. Februar bis 19. April 2026)
Es ist eine kleine Sensation: Das Winckelmann-Museum präsentiert in einer neuen Sonderausstellung erlesene Werke der Steinschneidekunst aus insgesamt 8 Jahrtausenden. Die Miniaturen – insbesondere hochwertige Gemmen, Kameen und Siegel – fiel der Winckelmann-Gesellschaft im letzten Jahr quasi über Nacht von dem Sammler Dr. Werner Daum als Erbschaft zu. Der Berliner Diplomat, Jurist und ausgewiesene Kunstkenner verstarb plötzlich während eines Aufenthaltes in Albanien im Juli 2025. Sein gesamtes Vermögen konsequent für die Sammlung umsetzend, hatte Daum im Lauf seines Lebens ca. 1600 Kunstgegenstände, zu denen u.a. auch Porzellan, Skulpturen und Gemälde zählen, zusammengetragen.
Sonderausstellung: „Bach & Friends“
4. Juli 2025 bis 28. Februar 2026.
Sie erzählt die Biographie Bachs anhand von 66 Kupferstich-Porträts. Seltene und teils noch nie in Eisenach gezeigte Stücke aus der Sammlung ergänzen die Ausstellung.
Bei der neuen Sonderausstellung im Bachhaus handelt es sich um eine Reprise der bereits 2013 gezeigten Schau, die nun um neue Ausstellungsstücke angereichert wurde. So kann von der sächsischen Königin Maria Josepha jetzt ein riesiger Porträt-Kupferstich gezeigt werden – die Königin inspirierte Bach zur Komposition des „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Weihnachtsoratorium. Von Bachs gleichnamigen Enkel, dem Maler Johann Sebastian Bach d. J., wird eine Zeichnung der Insel Tahiti aus dem Jahr 1775 gezeigt, die das Bachhaus 2020 erworben hatte und die bislang nur auf externen Ausstellungen gezeigt wurde. Nach über 50 Jahren ist wieder das Schulheft von Bachs Sohn Wilhelm Friedemann aus dem Jahr 1725 im Haus zu sehen, mit Kritzeleien und Karikaturen sowie handschriftlichen Einträgen seiner Stiefmutter Anna Magdalena. Ebenso lange wurde die Handschrift der „Aria Eberliniana“ nicht mehr ausgestellt: Sie stammt von Bachs ältestem Bruder Johann Christoph Bach und ist eine Komposition des gleichnamigen Eisenacher Großonkels, der Organist an der Georgenkirche war. Noch nie öffentlich gezeigt wurde das originale Titelblatt zu einer Neujahrskantate, die Bach 1723 in Köthen für Fürst Leopold und seine neue Gemahlin Friederica Henrietta komponierte und das nun unter den Porträts der beiden zu sehen ist.
„Das Bachhaus besitzt seltene und teils einmalige Objekte, die sich aus konservatorischen Gründen nicht für die Dauerausstellung eignen – eine bachbiographische Sonderausstellung gibt Gelegenheit, sie einmal für einen begrenzten Zeitraum in Eisenach öffentlich zu zeigen“, rechtfertigt Bachhaus-Direktor Jörg Hansen die diesjährige Schau. Sie tritt an die Stelle der ursprünglich angekündigten Ausstellung zum 150. Geburtstag des Bach-Biographen Albert Schweitzer, die aufgrund stark eingeschränkter Haushaltsmittel des Bachhauses abgesagt werden musste. Die Persönlichkeit Schweitzers soll aber noch im Jubiläumsjahr mit einer Ergänzung der Dauerausstellung gewürdigt werden, verspricht Hansen.
Täglich 10-18 Uhr. Bachhaus Eisenach, Frauenplan 21, 99817 Eisenach.
Ab dem 1. März öffnen die Reckahner Museen wieder ihre Türen.
Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen eines besonderen Jubliäums: Vor 250 Jahren veröffentlichte Friedrich Eberhard von Rochow den ersten Teil seines auch international vielbeachteten Lesebuchs “Der Kinderfreund”. Dieses Jubiläumsjahr begeht das Rochow Kulturensemble mit verschiedenen Veranstaltungen, die den “Kinderfreund” in den Fockus rücken - unter anderem durch eine wissenschaftliche Tagung, eine Kreativwettbewerb sowie eine kleine Sonderausstellung.
Mensch und Welt.
Figurative Kunst der Gegenwart aus der Sammlung des Panorama Museums
18.04.2026 - 02.08.2026
Eröffnung am 18.04.2026, 16.00 Uhr
Neben dem Monumentalgemälde von Werner Tübke in der Rotunde und einem Skulpturenensemble von Lotta Blokker auf dem Vorplatz verfügt das Panorama
Museum über eine erlesene Sammlung bedeutender Werke gegenständlich-figurativer Kunst der Gegenwart von internationalem Rang, die über bald ein halbes
Jahrhundert zusammengetragen wurde, ihr unikales Profil aber wesentlich seit den 1990er Jahren gewann.
Ziel der Sammlung ist analog dem Museums- und Ausstellungskonzept des Hauses eine künstlerische wie kunsthistorische Kontextualisierung des Werkes von Werner Tübke.
Folgerichtig stehen die Hauptmeister der »Leipziger Schule«, zu deren Begründern Werner Tübke zählt, im Mittelpunkt des Sammlungsinteresses. Die internationale
Dimension dieser künstlerischen Strömung wird repräsentiert durch herausragende Vertreter imaginativer, visionärer und phantastischer Kunst, aber auch metaphysische, romantische und realistische Tendenzen wie Aspekte strukturaler Poetik aus ganz
Europa mit Schwerpunkt auf Frankreich und Italien, Tschechien, Österreich und der Slowakei.
Erstmals wird in dieser Ausstellung eine repräsentative Auswahl von knapp 200 Werken aus der Sammlung des Museums gezeigt, die die Programmatik des Hauses sichtbar
macht. Den bestimmenden Deutungshorizont dieser Anthologie bilden dabei »Mensch« und »Welt« als fundamentale Seinskategorien, die figurativer Kunst, die etwas vorstellt, unabdingbar eingeschrieben sind.
Anlässlich der Exposition ist ein Buch zur Sammlung mit 200 Farbabbildungen, einer Einführung und Texten von Gerd Lindner in Vorbereitung.