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Veranstaltungshöhepunkte

Gleimhaus. Museum der deutschen Aufklärung. Halberstadt


Sitten, Satire, Aufklärung. Kalenderkupfer von Daniel Chodowiecki. 
Ausstellung zum 300. Geburtstag des Künstlers

15. August bis 15. November 2026

Kleine Kalender waren groß in Mode zur Zeit der Aufklärung. Die Illustrationen machten ihren besonderen Reiz aus. Daniel Chodowiecki in Berlin war der große Meister dieser winzigen Kupferstiche. Geschichte wie Zeitgeschehen, Literatur wie Völkerkunde, vor allem aber die Sitten der eigenen Gegenwart breitete er in seinen Kalenderkupfern aus.

Mit seiner außergewöhnlichen Beobachtungsgabe gelangen dem Künstler Bilder, in denen sich das Publikum selbst erkennen und betrachten konnte.

Bisweilen wurden die Kalenderkupfer geringgeschätzt wegen des kleinen Formats. Doch gerade wegen der Kleinheit fand Chodowiecki zu einer besonderen Prägnanz in seinen Formulierungen. 

Mit seinen Bildserien im Massenmedium Kalender kann Chodowiecki als der reichweitenstärkste Künstler seiner Zeit in den deutschen Ländern gelten. Einige seiner Bildfindungen wurden zu Ikonen der Aufklärung und markieren Höhepunkte der deutschen Bildsatire.

Zum 300. Geburtstag Daniel Chodowieckis rückt das Gleimhaus dessen Kalenderkupfer neu in den Blick. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie diese Radierungen mitgewirkt haben am Projekt ‚Aufklärung‘ und seinem umfassenden Programm der Bildung und Selbstbildung. Die Schau soll Fenster der Reflektion öffnen zu Prinzipien wie ‚Tugend‘, ‚Laster‘ oder auch ‚Dummheit‘, die wesentlich sind für Chodowieckis Satire.

 

 

Bachhaus Eisenach

 

Sonderausstellung: „Phänomen Bachfest“ 
 04.06.-01.11.2026
 

Vor 125 Jahren begründete die „Neue Bachgesellschaft“ die Tradition, regelmäßig Bachfeste stattfinden zu lassen. Heute werden weltweit jährlich über 70 Bachfeste zelebriert: als Festivals, Bachtage oder Bachwochen. 
Im Juni ist das Bachfest Leipzig zugleich das 100. Bachfest der „NBG“. Eine Ausstellung im Bachhaus Eisenach, dem Museum der Gesellschaft, erzählt von der Geburt eines Phänomens.

Faltblatt zur Ausstellung

 

Reckahner Museen und Rochow Kulturensemble

Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen eines besonderen Jubliäums: Vor 250 Jahren veröffentlichte Friedrich Eberhard von Rochow den ersten Teil seines auch international vielbeachteten Lesebuchs “Der Kinderfreund”. Dieses Jubiläumsjahr begeht das Rochow Kulturensemble mit verschiedenen Veranstaltungen, die den “Kinderfreund” in den Fockus rücken - unter anderem durch eine wissenschaftliche Tagung, eine Kreativwettbewerb sowie eine kleine Sonderausstellung.

250 Jahre der Kinderfreund. Ein Lesebuchklassiker der Aufklärung
Kabinettausstellung im Rochow-Museum Reckahn
16.09. - 13.12.2026

Eröffnung am 16.9.2026 im Saal des Rochow-Museums Reckahn im Rahmen der internationalen Tagung “250 Jahre Der Kinderfreund

 

 

Panorama Museum Bad Frankenhausen

Mensch und Welt.
Figurative Kunst der Gegenwart aus der Sammlung des Panorama Museums
18.04.2026 - 02.08.2026
 

Neben dem Monumentalgemälde von Werner Tübke in der Rotunde und einem Skulpturenensemble von Lotta Blokker auf dem Vorplatz verfügt das Panorama
Museum über eine erlesene Sammlung bedeutender Werke gegenständlich-figurativer Kunst der Gegenwart von internationalem Rang, die über bald ein halbes
Jahrhundert zusammengetragen wurde, ihr unikales Profil aber wesentlich seit den 1990er Jahren gewann.
Ziel der Sammlung ist analog dem Museums- und Ausstellungskonzept des Hauses eine künstlerische wie kunsthistorische Kontextualisierung des Werkes von Werner Tübke.
Folgerichtig stehen die Hauptmeister der »Leipziger Schule«, zu deren Begründern Werner Tübke zählt, im Mittelpunkt des Sammlungsinteresses. Die internationale
Dimension dieser künstlerischen Strömung wird repräsentiert durch herausragende Vertreter imaginativer, visionärer und phantastischer Kunst, aber auch metaphysische, romantische und realistische Tendenzen wie Aspekte strukturaler Poetik aus ganz
Europa mit Schwerpunkt auf Frankreich und Italien, Tschechien, Österreich und der Slowakei.

Erstmals wird in dieser Ausstellung eine repräsentative Auswahl von knapp 200 Werken aus der Sammlung des Museums gezeigt, die die Programmatik des Hauses sichtbar
macht. Den bestimmenden Deutungshorizont dieser Anthologie bilden dabei »Mensch« und »Welt« als fundamentale Seinskategorien, die figurativer Kunst, die etwas vorstellt, unabdingbar eingeschrieben sind.
Anlässlich der Exposition ist ein Buch zur Sammlung mit 200 Farbabbildungen, einer Einführung und Texten von Gerd Lindner in Vorbereitung.