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Veranstaltungshöhepunkte

Gleimhaus. Museum der deutschen Aufklärung

Menschen! Porträtfotografien von Thomas Peters (10. Januar bis 2. April)

Aus der Ausstellung „Die Macht des Porträts“ geht die Schau „Menschen!“ hervor. Thomas Peters hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Menschen von besonderer Integrität, ausgeprägter Gestaltungskraft und gesellschaftlicher Wirksamkeit fotografisch zu porträ-tieren – Menschen, die der Trägheit und dem Egoismus ihre Ideen, ihre Aufrichtigkeit, ihre ganze moralische und geistige Kraft entgegensetzen. Das Urbild seiner ‚Porträtanden‘ ist der attische Landmann „Trygaios“ in der Komödie „Der Frieden“ des Aristophanes. In einem Akt von Zivilcourage befreite dieser die vom Krieg eingesperrte Friedensgöttin und ihre Vasallinnen – sehr zum Missfallen der Rüstungsindustrie. Peters selbst ähnelt Diogenes von Sinope, der zur helllichten Mittagszeit mit einer Lampe auf dem Marktplatz von Athen, seine Mitmenschen aufzurütteln, ‚Menschen‘ suchte.

8.4.2018 11.15 Uhr Matinee zum 299. Geburtstag Gleims
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Bachhaus Eisenach GmbH
Museum der Neuen Bachgesellschaft e.V.

28. April 2017 bis 28. Februar 2018

"Text: Luther & Musik: Bach"
Die Sonderausstellung widmet sich Bachs vierzehn "Luther-Kantaten". In diesen verwandelte Bach Luthers Gemeindelieder in Eingangs- und Schlusschöre mit prächtiger instrumentaler Besetzung, ja einige, dieser Kantaten bestehen sogar nur aus Luther-Texten, etwa "Eine feste Burg ist unser Gott" (BWV 80), oder "Christ lag in Todes Banden" (BWV 4). Die Ausstellung erläutert die Entstehung der zugrundeliegenden Luther-Lieder, ihre theologischen Aussagen und Luthers Absichten ebenso wie Bachs Musik und seine kunstvollen Wortausdeutungen. Durch die audiovisuelle Begleitung eines Chorprojekts, das Bachs Lutherkantaten zum reformationsjubiläum einstudierte, gewinnt die Ausstellung zugleich eine gegenwärtige Komponente.
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Lessing-MuseumKamenz

Nachdem die diesjährigen LessingAkzente erfolgreich gestartet sind, darf ich Sie auf drei weitere Höhepunkte hinweisen:

Die in diesem Jahr einzige Theaterveranstaltung im Rahmen der Lessing gewidmeten Reihe ist Heinrich von Kleists „Die Marquise von O….“. Am Freitag, dem 9. Februar, 19.00 Uhr, ist diese Inszenierung auf der Bühne des Kamenzer Stadttheaters (Pulsnitzer Straße 11) zu sehen, mehr noch zu erleben. Sind doch die Werke von Kleist mit das Wunderbarste, was es in deutscher Sprache gibt.

Die „Die Marquise von O….“ ist eine Novelle Kleists, die als Inszenierung für eine Schauspielerin bearbeitet wurde.

Geheimnisvoll und spannend zugleich ist die Handlung: Ausgangspunkt des Stücks ist die skandalöse Begebenheit einer unwissentlich zustande gekommenen Schwangerschaft. Die ‚Geschichte‘ beginnt mit einer sehr ungewöhnlichen Zeitungsannonce, in der „eine Dame von vortrefflichem Ruf bekannt machen [ließ], daß sie, ohne ihr Wissen, in andre Umstände gekommen sei, daß der Vater sich melden solle; und daß sie entschlossen wäre, ihn zu heiraten.“ Eine atemberaubende Folge von Ereignissen nimmt dann ihren Lauf. Ein Wechselbad von komischen, spannenden und überraschenden Augenblicken zieht den Zuschauer in den Bann der vielleicht ungewöhnlichsten Geschichte einer Liebe.
Eintrittskarten zu 17,- € und 9,- € für Ermäßigungsberechtigte sind im Vorverkauf in der Kamenz Information oder für 18,50 € an der Abendkasse zu erwerben.

Cornelia Gutermann-Bauer, die die Marquise spielt, war in Kamenz bereits als Kassandra (nach dem gleichnamigen Roman von Christa Wolf) zu Gast. Der Turmalin, nach dem sich das Theater benennt, ist ein Stein, von dem es heißt, er mache das Unsichtbare sichtbar….

Vor Vorstellungsbeginn (18.15 Uhr) wird im Foyer des Stadttheaters die Ausstellung „ganz Natürliches“, eine Fotoausstellung mit Naturmotiven von Eberhard Schlosshauer, eröffnet.

Bereits am Donnerstag, dem 1. Februar, 19.00 Uhr, laden wir aus Anlass des 80. Geburtstages des Malers Georg Baselitz zu einem Vortrag in die Galerie im Sakralmuseum (Schulplatz 5) ein. Frau Dr. Konstanze Rudert (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) spricht zum Thema: „Das Nonkonforme als Quelle der Fantasie im Werk von Georg Baselitz“.

Der Festvortrag gibt einen spannenden Einblick in eine Sonderausstellung, die zurzeit von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vorbereitet wird: Vorgestellt wird das Konzept der umfangreichen Grafik-Ausstellung, die das Dresdner Kupferstich-Kabinett im Residenzschloss zu Ehren des 80. Geburtstages von Georg Baselitz präsentieren wird. Georg Baselitz ist immer eigene künstlerische Wege gegangen, jenseits des Mainstreams und dies mit einer gewissen Vehemenz und vor allem auch mit Konsequenz. Mit der bewussten Wahl von anachronistischen Bildthemen und durch den Rückgriff auf traditionelle druckgrafische Techniken, die er für die zeitgenössische Kunst nicht nur wieder ins Bewusstsein gebracht, sondern sie auch wesentlich erneuert hat, hat er zu einer ganz eigenen, persönlichen Manier, der „Maniera Baselitz“, gefunden. Zudem gilt er mittlerweile als ein ausgewiesener Kenner und Sammler manieristischer Druckgrafik. Erstmals wird nun der Versuch unternommen, in einer Ausstellung ausgewählte Druckgrafik altdeutscher, niederländischer und italienischer Meister des Manierismus mit Baselitz-Werken von vergleichbarer Intensität zusammenzuführen. Der Vortrag wird u. a. auch Einblicke geben, wie Georg Baselitz diese eigenwillige Formensprache mit ihrem unverwechselbaren Wiedererkennungswert entwickelte. Der Eintritt beträgt 3,00 € und 1,50 € für Ermäßigungsberechtigte.

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